teleOp entwickelt Technologie für das 21. Jahrhundert


teleOp ist ein Zusammenschluß von deutschen Unternehmen, um die Entwicklung und den Aufbau des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo zu unterstützen.

Die Satellitennavigation ist eine der Schlüsseltechnologien für wirtschaftliches Wachstum im 21. Jahrhundert – darum gehört Galileo zu den wichtigsten Zukunftsprojekten in Europa und weltweit. Die Positionsbestimmung via Satellit eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten: Mit Hilfe des Systems werden künftig Verkehrsströme sicherer und umweltschonender gelenkt – ob auf der Straße, in der Luft oder zu Wasser. Landwirte können kostengünstiger und ökologischer ihre Felder bearbeiten, Rettungsteams schneller an ihren Einsatzort gelangen und Ortsunkundige per Handy die Route in einer fremden Stadt finden. Die Einsatzgebiete sind grenzenlos. In wenigen Jahren wird die Positionsbestimmung via Satellit aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sein. Viele Dienste und Geräte werden uns helfen, den Alltag zu erleichtern und Leben zu sichern. Deshalb haben auch Länder wie China, Israel, Ukraine, Südkorea und Marokko bereits jetzt Kooperationsabkommen unterzeichnet, um am Galileo-System zu partizipieren.

Satellitennavigation ist zwar auch schon heute mit GPS und GLONASS verfügbar, durch Galileo mit seinen Mehrwertdiensten eröffnen sich jedoch zusätzliche innovative Anwendungen.

Fünf Dienste - weltweit

Galileo wird fünf Dienste zur Verfügung stellen, die alle weltweit zu empfangen sind:
  • Open Service: Dabei handelt es sich um ein gebührenfreies Angebot, das es ermöglicht, die Position bis auf wenige Meter genau zu bestimmen, die Uhrzeit entsprechend der Atomuhr zu ermitteln sowie die Geschwindigkeit von Objekten zu berechnen, mit denen sich der Empfänger bewegt (Schiffe, Pkws, etc).
  • Commercial Service: Dieser kommerzielle Mehrwertdienst eignet sich für Anwendungen, die eine höhere Genauigkeit erfordern, wie zum Beispiel die Flugsicherung. Der Service sendet Korrekturdaten, die die Positionsgenauigkeit um den Faktor eins bis zwei erhöhen.
  • Safety of Life Service: Dieser Service steht sicherheitskritischen Bereichen zur Verfügung, wie beispielsweise dem Luft- oder Schienenverkehr. Dieser Dienst warnt etwa bei Signalstörungen oder Satellitenausfall.
  • Public Regulated Service: Garantierter Dienst für hoheitliche Aufgaben der EU-Staaten, also für Polizei, Küstenwache oder Militär. Das Signal ist gegen Störungen und Verfälschungen gesichert.
  • Search and Rescue Service: Dabei handelt es sich um einen Service, der die schnelle und weltweite Ortung von Notrufsendern, wie sie beispielsweise in Schiffen oder Flugzeugen eingebaut sind, ermöglicht. Er erweitert das weltweit bestehende Ortungssystem COSPAS-SARSAT. Erstmalig wird über den neuen Service eine Rückantwort von der Rettungsstelle an den Notrufsender möglich.

teleOp - der deutsche Beitrag zu Galileo

teleOp ist ein Zusammenschluß der Astrium GmbH, der T-Systems International GmbH, des Deutsches Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) sowie der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung Förderbank Bayern. Ziel dieser Unternehmen ist es, eine tragende und bedeutende Rolle beim Aufbau und Betrieb von Galileo zu spielen.
Die Firmen Astrium, DLR und T-Systems sind „Core Team Members“ des SpaceOpal Konsortiums, das von der ESA mit dem Betrieb des Galileo Systems bis FOC (Final Operations Capability) beauftragt wurde.

teleOp ist am Galileo-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen bei München angesiedelt. Der Standort gehört seit Jahrzehnten zu den weltweit bedeutendsten Forschungszentren für Luft- und Raumfahrt. Neben zahlreichen Firmen, Forschungsinstituten und Einrichtungen, wie das deutsche Raumfahrtkontrollzentrum, hat auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hier seinen Sitz. In den nächsten Jahren soll der Forschungsstandort zu einem Zentrum für die Satellitennavigation ausgebaut werden. In Oberpfaffenhofen fokusiert sich somit ein Netzwerk von Forschern und Unternehmern, die mit ihren Know-how Produkte und Dienstleistungen rund um die Satellitennavigation entwickeln und am Markt etablieren können.

Bis 2014 voll einsatzfähig

Seit Januar 2006 kreisen die ersten beiden Galileo-Testsatelliten im All. Seitdem hat auch das Hauptkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen seinen Betrieb aufgenommen. Bis Ende 2011 sollen im Rahmen der so genannten „In Orbit Validation“ weitere Galileo-Satelliten getestet werden. Dann wird Galileo auch mit dem amerikanischen Global Positioning System (GPS III) kompatibel sein und kann somit noch genauere und sichere Daten liefern. Bis 2014 soll das System im Rahmen der „Final Operations Capability“-Phase komplett fertig gestellt werden. Hierzu muss jedoch die bisher in Auftrag gegebene Konstellation von 18 Satelliten um mindestens weitere 6 Satelliten aufgestockt werden. Diese stehen dann im ständigen Kontakt mit dem weltweiten Netz der knapp 50 Bodenstationen, die von Oberpfaffenhofen aus gesteuert werden.

Ansprechpartner:

Rudolf Henneberger

E-Mail: Rudolf.Henneberger@astrium.eads.net
Tel: +49 (0)89 607 - 33786

Thomas Pferr

E-Mail: Thomas.Pferr@t-systems.com
Tel: +49 (0)89 54550 - 2205

Mehr Informationen über die Partner von teleOp erfahren Sie auf deren Website:

Astrium:

http://www.astrium.eads.net

T-Systems:

http://www.t-systems.de

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt:

http://www.dlr.de

Förderbank Bayern:

http://www.lfa.de

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